2019 ATS/ERS Spirometrie-Release
9. März 2022· 4 min read

Die Vorteile der mobilen Spirometrie bei Long COVID & COPD

Die medizinische Versorgung von COVID-19-Patienten und anderen Menschen mit Gesundheitsproblemen war während der Pandemie keine leichte Aufgabe. Leider haben viele Patienten gezögert, ihren Arzt oder Gesundheitsdienstleister aufzusuchen, aus Angst, sich anzustecken oder die Krankheit an andere weiterzugeben. Die Folge: Viele Menschen haben seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren ihre dringend benötigte medizinische Behandlung nicht wahrgenommen, wodurch Atemwegserkrankungen nicht diagnostiziert wurden und sich weiter verschlechtert haben.

Mit einem mobilen Spirometriegerät wie dem EasyOne Air hingegen können Ärzte die Spirometrie direkt beim Patienten durchführen. Sowohl Ärzte als auch Patienten erkennen schnell die Vorteile der mobilen Spirometrie, mit der diejenigen Patienten identifiziert werden können, die unter den Auswirkungen von Long COVID und anderen Atemwegserkrankungen wie COPD leiden. Aber leider wurden letztere nicht diagnostiziert und sind mit einem hohen Risiko behaftet.

Vorteile der mobilen Spirometrie 

Als Arzt ist für Sie die Sicherheit Ihrer Patienten ein zentrales Anliegen – und die mobile Spirometrie kann Ihnen dabei in mehrfacher Hinsicht helfen.

Zunächst einmal ermöglicht die mobile Spirometrie Patienten, zu Ihnen in die Praxis zu kommen und sich dort testen zu lassen, anstatt in ein Krankenhaus oder ein grosses Testzentrum gehen zu müssen, wo sie eher mit anderen Patienten in Kontakt kommen, die an verschiedenen übertragbaren Krankheiten wie COVID-19 oder der Grippe leiden. Das heisst, dank der mobilen Testgeräte laufen Ihre Patienten mit angeschlagenen Atemwegen oder einem geschwächten Immunsystem weniger Gefahr, mit einer ansteckenden Krankheit in Kontakt zu kommen, als dies in einem Krankenhaus oder einem grossen Testzentrum der Fall wäre.

Zweitens wird durch die Bereitstellung von Spirometrie-Tests in Ihrer Praxis oder in einer mobilen Klinik sichergestellt, dass Sie als Arzt die Lungenfunktion Ihrer Patienten während oder nach einer akuten COVID-Erkrankung direkt an Ort und Stelle überwachen können. Ausserdem können Sie Patienten schnell identifizieren, die Long Covid entwickelt haben, und sofort mit der Behandlung beginnen.

Drittens können Sie mithilfe der mobilen Spirometrie Lungentests bei Patienten durchführen, deren Atemwegssymptome auf COPD oder andere nicht-COVID-bedingte Atemwegserkrankungen hinweisen, die eine sofortige Diagnose, Behandlung und laufende Überwachung erfordern.

Spirometrie-Tests und Long COVID 

Long Covid wird als «Multisystemerkrankung»* definiert, die verschiedenste Symptome umfasst und auch nach einer nur kurzen und leichten Infektion mit dem Virus auftreten kann.

Auch wenn es bisher keine allgemein anerkannte Definition gibt, sprechen Lungenfachleute, die sich um COVID-19-Patienten kümmern, von «post-akutem COVID-19, wenn der Zustand mehr als 3 Wochen anhält und von chronischem COVID-19, wenn er mehr als 12 Wochen anhält». Ein positiver Test auf COVID-19 ist nicht Voraussetzung für die Diagnose. Der Begriff «Long Covid» bezieht sich auf den Beginn der postakuten COVID-19-Phase und erstreckt sich bis in die chronische Phase hinein.

Für Patienten mit Long Covid ist die mobile Spirometrie nach wie vor eine der gängigsten und wichtigsten Lungenfunktionstests (PFT), die Ärzte ihren Patienten auch ausserhalb der grossen Testzentren und Krankenhäuser anbieten können.* Der wahre Nutzen der mobilen Spirometrie zeigt sich jedoch besonders dann, wenn Ihnen die Lungenwerte eines Patienten sofort zur Verfügung stehen, während Sie die Untersuchung durchführen und den Patienten zu seinen Symptomen befragen.

Bei einer Fibrose nach COVID-19 können Ärzte mit einer mobilen Spirometrie-Ausrüstung wie dem EasyOne Air den Luftstrom von Patienten messen, um Risikopatienten zu identifizieren und gegebenenfalls mit einer Behandlung und Nachbetreuung zu beginnen. Dadurch lässt sich eine weitere Beeinträchtigung der Lunge vermeiden und gleichzeitig werden die Krankheitskosten sowie das Leiden der Patienten verringert.

Weniger Spirometrietests und COPD-Diagnosen während der Coronapandemie

Da während der Pandemie weniger persönliche Arztbesuche stattgefunden haben und dadurch die Durchführung von Spirometrie-Tests und von Standardprogrammen für die pulmonale Rehabilitation und die häusliche Pflege erschwert wurde, sind die Diagnose sowie die laufende Behandlung der COPD komplexer geworden.* Darüber hinaus hatten Patienten auch mit Medikamentenengpässen zu
kämpfen.*

Forscher fanden in einer britischen Studie Folgendes in Bezug auf die Zeit der Pandemie heraus:

«Menschen, die unter chronischer Atemnot litten und noch keine Diagnose ihrer zugrunde liegenden Erkrankung erhalten hatten, wurden nicht als klinisch gefährdet eingestuft und erhielten daher keine Beratung oder Unterstützung hinsichtlich entsprechender Schutzmassnahmen. Atemnot ist jedoch eine häufige Begleiterscheinung schwerer Herz- und Lungenkrankheiten, sodass viele dieser Patienten möglicherweise als 'extrem vulnerabel' eingestuft worden wären, wenn sie eine Diagnose erhalten hätten. Darüber hinaus ist die funktionelle Beeinträchtigung aufgrund einer Atemnot (ermittelt anhand der Dyspnoe-Skala des Medical Research Council) unabhängig von der zugrunde liegenden Diagnose mit einer geringeren Überlebensrate verbunden...»*

Während immer mehr Menschen mit Long COVID eine fortlaufende Kontrolle und Nachsorge benötigen, werden andere, die mit nicht-COVID-bedingten Atemwegserkrankungen wie COPD leben, während der Pandemie auch weiterhin nicht diagnostiziert, wodurch sie anfällig sind und ihre langfristige Überlebensrate wahrscheinlich sinkt.

Dank der Verfügbarkeit erschwinglicher mobiler Spirometrie, die in einer Klinik oder sogar in einem Kleinbus durchgeführt werden kann, haben Ärzte heute die Möglichkeit, Patienten mit Atemwegserkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln, ohne sich oder ihre Patienten unnötig zu gefährden. Und das ist eine gute Nachricht für Patienten und Ärzte.

Leona Werezak
Leona Werezak
MN, BSN, RN

ist ausgebildete Krankenschwester und heute hauptberuflich als freischaffende Fachautorin tätig. Sie war 13 Jahre lang als Krankenschwester in verschiedenen Rollen direkt in der Krankenpflege sowie als Stationsleiterin tätig. Anschliessend hat sie über 20 Jahre lang als Dozentin in Krankenpflege-Studiengängen (BSN) unterrichtet. Als freiberufliche Autorin für Krankenschwestern und -pfleger schreibt sie heute Expertenbeiträge für Führungskräfte im Gesundheitswesen sowie Online-Inhalte für Gesundheitsdienstleister, Krankenpflegeschulen und -fachhochschulen sowie für verschiedene Websites im Pflegebereich. 

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Leona Werezak
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MN, BSN, RN
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