Management von Long-COVID mit DLCO

Viele Medienberichte und epidemiologische Studien zur COVID-19-Pandemie konzentrieren sich auf die ständig wachsende Zahl von Menschen, die wir durch die Krankheit verloren haben. Jedoch überschattet diese tragischen Geschichten eine potenziell noch grössere Last für die Gesellschaft: Die Behandlung der Überlebenden.

Häufig hat selbst ein relativ kurzer Aufenthalt auf der Intensivstation lang anhaltende Auswirkungen auf die Lunge dieser Patienten. Und je mehr die Wissenschaft im Laufe der Pandemie über das SARS-CoV-2-Virus lernt, desto mehr gewinnen wir überraschende Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen auf den Körper. Eine der neuesten Erkenntnisse ist, dass sogenannte «milde» COVID-19-Fälle zwar nicht diese dramatischen und schwerwiegenden Symptome aufweisen, die Menschen ins Krankenhaus bringen, aber trotzdem genauso wahrscheinlich lang anhaltende Auswirkungen auf ihr Atmungssystem haben. Bei der Analyse dieser Fälle von ‚Long COVID’, ‚COVID-Long-Haulers‘ (Langzeitpatienten) und ‚Post-COVID-Syndrom‘ zeichnen sich beunruhigende Trends ab.

Herausforderung

Es liegt auf der Hand, dass die Lunge am häufigsten von COVID-19-Pathophysiologien betroffen ist. Denn in den Endothelzellen, die die Atemwege auskleiden, gibt es jede Menge Angiotensin-konvertierendes Enzym 2 (ACE-2) – scheinbar das primäre Ziel für das SARS-CoV-2-Virus* zu sein scheint. Dies erleichtert dem Virus den Zugang zum Lungengefässsystem, wo es dann sein Unwesen treibt. Die Lungen von Post-COVID-Patienten zeigen oft sehr ausgeprägte Veränderungen in diesem Gefässsystem, wie Defekte an der Epithelzellmembrane, Anzeichen von entzündlichen Veränderungen und verschiedene andere Schäden.* Diese Beeinträchtigungen scheinen zudem lange anzuhalten. Wie eine Studie aus Irland zeigt, treten Kurzatmigkeit und andere nicht pulmonale Symptome wie Fatigue, allgemeines Unwohlsein und ‚Gehirn-Nebel‘ häufig auch zwei bis drei Monate nach der Erstdiagnose* noch auf. In der Tat berichteten fast zwei Drittel der Studienkohorte, dass sie «noch nicht wieder vollständig gesund waren».

Ähnliche Ergebnisse veröffentlichte die medizinische Fakultät der University of Washington. Diese Arbeitsgruppe beobachtete über einen Zeitraum von 3 bis 9 Monaten 177 Patienten mit bestätigter COVID-19-Infektion, von denen etwa ein Drittel bei der späteren Nachuntersuchung* über weiterhin bestehende Symptome berichtete. Bei vierzehn dieser Patienten waren die Symptome noch immer so ausgeprägt, dass sie die Aktivitäten des täglichen Lebens beeinträchtigten. Neun dieser Patienten waren dabei noch nicht einmal ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das bedeutet, dass selbst relativ «milde» Fälle von COVID-19 in der Tat körperliche Beeinträchtigungen zur Folge haben können.

Viele dieser Symptome, einschliesslich Fatigue und Unwohlsein, können auf die Wirkung von SARS-CoV-2 auf das Lungengefässsystem zurückgeführt werden. Veränderungen in diesem Gefässsystem verändern zwangsläufig die Art und Weise, wie Gase wie Sauerstoff und Kohlendioxid durch die Wände der Lungenbläschen in den Blutkreislauf gelangen, und diese Veränderungen können andauern. Letztes Jahr stellte eine österreichische Arbeitsgruppe bei einem Fünftel ihrer Langzeitfälle *nach 100 Tagen signifikante Veränderungen bei der Diffusionskapazität (DLCO) und den Atemflussmustern fest.

Und diese Fälle könnten durchaus die Spitze des Eisbergs darstellen. Weder die Studie der University of Washington noch die irische Studie verwendeten Lungenfunktionstests in ihren Protokollen, und PFT-Daten sind kaum vorhanden. Die Labore unterlagen während eines Grossteils der Pandemie im Rahmen der Infektionskontrolle verschiedenen Einschränkungen, was zu Rückstaus und chronischen Verzögerungen geführt hat. Viele sehen auch die Tests an sich als riskant an, da sie Bioaerosole fürchten, die bei den intensiven Atemprozessen freigesetzt werden. Und die PFT-Mitarbeiter wurden entweder bis an ihre Grenzen belastet oder versetzt, um ihr wertvolles Wissen in der Atemwegsmedizin in anderen medizinischen Einrichtungen zu nutzen. In einigen Fällen kann eventuell eine einfache Praxis-Spirometrie ausreichen, um restriktive Muster zu diagnostizieren, die häufig mit der Entwicklung von Kreislaufproblemen und Fibrosen in Verbindung gebracht werden, welche wiederum als Hauptfaktoren für Lungenprobleme nach einer COVID-Erkrankung gelten. Jedoch hat sich schnell herauskristallisiert, dass der Goldstandard bei der Bewertung dieser Fälle wirklich die DLCO-Messung ist. CT-Scans können zwar gegebenenfalls auch bei der Identifizierung potenzieller Probleme helfen, aber eine Abgrenzung zwischen Zuständen wie einer beginnenden Fibrose und einer abklingenden Entzündung ist manchmal schwierig und würde in jedem Fall eine gesonderte Koordination der Behandlung erfordern.

Lösung

Glücklicherweise kann NDD diese Bedenken mit kosteneffizienten, benutzerfreundlichen und patientennahen DLCO-Lösungen ausräumen, die in praktisch jeder Praxisumgebung eingesetzt werden können. Zudem kann NDDs ausgewiesene Erfolgsbilanz in Sachen Qualität und Sicherheit sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter in der Infektionskontrolle genauso zufrieden sind wie Ihre Patienten.

Patientennahe DLCO-Messung

Die erstklassige EasyOne Pro© Serie von NDD ermöglicht das gesamte Spektrum an Lungenfunktionstests und liefert sofortige Ergebnisse in praktisch jeder Behandlungsumgebung. Dabei wurde besonderer Wert auf eine mobile Ausführung gelegt, sodass die Untersuchungen zum Patienten kommen und nicht umgekehrt. Dadurch können Tests ohne die Risiken, die mit dem Patiententransport verbunden sind, problemlos im Krankenhaus durchgeführt werden – oder auch vor Ort in Ihrer Klinik oder Praxis. Verzögerungen bei der Terminvergabe oder Koordination der Behandlung gehören der Vergangenheit an, insbesondere mit dem Standard-Diagnosebaum der American Thoracic Society/European Respiratory Society (ATS/ERS). Dieser ist in die EasyOne Connect-Software integriert, die mit jedem Produkt mitgeliefert wird, sodass Sie sofort einen Behandlungsplan initiieren können.

Ausgesprochen hygienische Lösung

Die Infektionskontrolle ist derzeit auch ausserhalb des Krankenhauses ein zentrales Thema – und bei der Entwicklung des EasyOne Pro stand die Sicherheit von Patient und Fachpersonal im Vordergrund. Die einzigartige TrueFlow™-Technologie als Herzstück unseres Geräts sorgt für eine äusserst präzise Messung des Luftstroms und stellt gleichzeitig sicher, dass kein Exhalat mit Komponenten in Kontakt kommt, die nicht für den Einmalgebrauch bestimmt sind. Darüber hinaus sind Inline-Virenfilter verfügbar, um Personal und Patienten optimal zu schützen. Das EasyOne Pro ermöglicht ausserdem einen höheren Patientendurchsatz (+40 %), ohne dabei die Hygienerichtlinien der ERS zu vernachlässigen.

Höchste Präzision mit lebenslanger Stabilität    

Während die TrueFlow-Technologie auch ohne Kalibrierung eine konsistente Flussmessung liefert, gewährleistet die TrueCheck™-Technologie jederzeit eine korrekte Gasanalyse und macht eine manuelle Gas-Kalibrierung überflüssig. 

Die Kombination von TrueFlow mit der TrueCheck-Gasanalysetechnologie von NDD gewährleistet ausserdem eine hervorragende Genauigkeit der Luftstrom- sowie der DLCO-Messungen, die beide unerlässlich sind, um sowohl Patienten nach einer COVID-Infektion als auch Patienten mit sonstigen Atemwegserkrankungen optimal zu behandeln.

Jede DLCO-Prüfung erhält eine automatische 5-Punkt-Validierung und -Linearisierung, wodurch häufige Fehlerquellen bei der Messung beseitigt werden und die DLCO-Messung über die gesamte Lebensdauer des Geräts hinweg präzise ist. Dies ist eine enorme Verbesserung gegenüber anderen Geräten, die Studien zufolge in bis zu 25 % der Zeit ungenaue Ergebnisse liefern, selbst direkt nach der Kalibrierung*. Dank dieser Innovationen können Sie sich darauf verlassen, dass Sie langfristig stabile und konsistente PFT-Messwerte erhalten, was zu besseren Forschungsergebnissen und optimierten klinischen Entscheidungsprozessen führt. Diese Stabilität ermöglicht zudem Ihrem Personal, mehr Zeit mit der direkten Patientenbetreuung zu verbringen, anstatt umständliche Kalibrierungsroutinen durchzuführen.

Langfristig gut aufgestellt

Je mehr wir über COVID-19 lernen, umso mehr stellt sich heraus, das präzise DLCO-Messungen über einen längeren Zeitraum ausserordentlich wichtig sind. DLCO liefert einen unvergleichlichen Einblick in den Kreislauf im Lungensystem und könnte als Frühwarnindikator für Komplikationen nach einer COVID-Infektion sowie einer Reihe anderer Atemwegserkrankungen dienen. Um die gesundheitliche Belastung durch Long-COVID zu antizipieren und die Bedürfnisse von Menschen, die mit Langzeitsymptomen zu kämpfen haben, wirklich zu verstehen, sollte die PFT als wesentliche Teststrategie in Betracht gezogen werden.

Die EasyOne-Produkte von NDD ermöglichen dem modernen Arzt den Zugang zu schnellen Lungenfunktionstests, von der einfachen Spirometrie bis hin zu noch aussagekräftigeren DLCO-Messungen. Dies wiederum ermöglicht die Bereitstellung robuster und präziser Ergebnisse mit minimalem Personalaufwand und ohne komplexe sowie zeitaufwendige Kalibrierungs- und Setup-Routinen. Diese Instrumente sind in der Lage, die Behandlung eines Patienten von der Diagnose bis hin zur Langzeittherapie zu unterstützen. Sie wissen, dass Ihre Patienten mehr sind als die Summe ihrer einzelnen Körperteile – warum also nicht eine Teststrategie anwenden, die das ebenfalls berücksichtigt?

Um mehr zu erfahren, klicken Sie auf die untenstehenden NDD-Lösungen:

Mobiles Messgerät für DLCO, Lungenvolumen und Spirometrie

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