2. März 2020

ERS/ATS Spirometrie-Standard 2019 Teil 2

In unserer Vertiefungsreihe zu den neu eingeführten Spirometrie-Standards geht es heute um den zweiten von sechs Punkten:

1. Harmonisierung mit ISO 26782
2. Maximale Einatmung bei FVC-Manövern und EOFE-Kriterien
3. Neues Qualitätsbewertungssystem
4. Berichtsparameter
5. Neue Kriterien für langsame VC-Manöver und Ansprechen auf Bronchodilatatoren
6. Neue Usability-Richtlinien

FVL (Flow-Volume Loop) wird zum Standardverfahren zur Ermittlung von FEV1 und FVC

Nach Beendigung der forcierten Exspiration, also der schnellen Ausatmung nach vollständiger Einatmung, soll der Patient oder die Patientin noch einmal schnell, tief und vollständig einatmen. Im Gegensatz zu FVC (der forcierten exspiratorischen Vitalkapazität) liefern Messungen der forcierten inspiratorischen Vitalkapazität (FIVC) zusätzliche Informationen über die Qualität des Test-Manövers. ndd Produkte unterstützen dieses Verfahren bereits heute.

6-Sekunden-Minimum für Exspiration nicht mehr erforderlich

Neu genügt das Erreichen eines Plateaus für ein zufriedenstellendes EOFE (end of forced expiration) und um somit die forcierte Exspiration abzuschliessen. Die neue Norm legt zudem zwei weitere, unabhängige Indikatoren für ein gültiges EOFE fest: eine forcierte Exspirationszeit (FET) von 15s oder das wiederholte Erreichen der gleichen FVC-Werte innerhalb der Wiederholbarkeitstoleranz.

Mit EasyOne Connect (V3.05.01.07 oder höher) sind genaue und zuverlässige Messungen unter Auslassung des 6s-Minimums bereits heute möglich.

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